Belgische Impfstrategie gegen Mpox (Überarbeitung 2026)
Das Mpox‑Virus (zirkuliert weiterhin; das jüngste Auftreten der Klade Ib mit autochthoner Übertragung in mehreren europäischen Ländern hat den Hohen Gesundheitsrat veranlasst, die nationalen belgischen Empfehlungen zur Mpox‑Impfung zu aktualisieren.
Eine Impfung gegen Mpox wird für Personengruppen mit dem höchsten Expositionsrisiko empfohlen.
- Präexpositionsprophylaxe (PrEP): für Personen mit häufig wechselnden Sexualpartnern (einschließlich MSM, trans Personen und Sexarbeitende) sowie für Personen, die reisen (beruflich oder privat) und dabei klar definierten Situationen mit hohem Expositionsrisiko ausgesetzt sind.
- Postexpositionsprophylaxe (PEP): für enge Kontaktpersonen von bestätigten, wahrscheinlichen oder vermuteten Mpox‑Fällen sowie für spezifische vulnerable Gruppen (immungeschwächte Personen, Schwangere und Kinder).
Der empfohlene Impfstoff bleibt der drittgenerations‑Impfstoff MVA‑BN (Imvanex®/Imvamune®/Jynneos®), ein nicht‑replizierender Impfstoff mit günstigem Sicherheitsprofil.
Die Impfung besteht aus zwei Dosen, vorzugsweise subkutan verabreicht (0,5 mL mit einem Mindestabstand von 28 Tagen zwischen den beiden Injektionen). Eine intradermale Fraktionierungsdosis (0,1 mL) kann nur bei Lieferengpässen und bei immunkompetenten Personen eingesetzt werden. Für die Postexpositionsprophylaxe wird die Impfung möglichst innerhalb von 4 Tagen nach Exposition empfohlen.
Diese Fassung ersetzt die Stellungnahme Nr. 9727 vom September 2022.
Diese Stellungnahme ist nur in Englisch verfügbar.


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