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Prävention von postoperativen Infektionen

Postoperative Infektionen (SSI) gehören zu den häufigsten therapieassoziierten Infektionen und sind mit erheblichen Risiken verbunden: längere Krankenhausaufenthalte, erhöhte Mortalität, verringerte Lebensqualität und erheblicher finanzieller Druck auf das Gesundheitssystem. Mit dieser Stellungnahme stützt sich der Hohe Gesundheitsrat (HGR) auf neue wissenschaftliche Erkenntnisse und frühere Leitlinien (HGR 8573, 2014).

Die Stellungnahme bietet einen umfassenden Rahmen zur systematischen Prävention und Kontrolle von SSI. Sie beginnt mit klaren Definitionen und einem Überblick über die epidemiologische Situation, gefolgt vom rechtlichen Rahmen sowie Empfehlungen zur Ausbildung des gesamten beteiligten Personals. Ein wichtiger Abschnitt ist detaillierten Empfehlungen zur Architektur und Lüftungstechnik beim Bau oder Umbau von Operationsbereichen gewidmet.

Besondere Aufmerksamkeit gilt dem sorgfältigen Management beeinflussbarer Risikofaktoren, die als perioperative Präventionsmaßnahmen integriert werden können, sowie Empfehlungen zur Personen- und Materialzirkulation, zur Umwelthygiene und zum Abfallmanagement. Die Bedeutung einer aktiven Überwachung mit zeitnaher Rückmeldung wird betont, mit Fokus auf die Erfassung verschiedener Qualitätsindikatoren.

Kurz zusammengefasst: Diese Stellungnahme befürwortet einen integrierten Ansatz, der sowohl für klassische Operationssäle als auch für Interventionsräume und eigenständige Behandlungsräume gilt, in denen ambulante chirurgische Eingriffe durchgeführt werden.

Diese Fassung ersetzt die Stellungnahme 8573 „Prävention postoperativer Infektionen im Operationsbereich” aus dem Jahr 2014.

Diese Stellungnahme ist nur in niederländischer und französischer Sprache verfügbar.